// Untitled 1 von César Paternosto (2019) ist eine Lithografie, die sein Engagement für minimalistische und geometrische Abstraktion zeigt. Die Komposition weist eine sorgfältig ausgewogene Anordnung von Formen in Weiß-, Beige-, Grau- und Schwarztönen auf. Die überlappenden Rechtecke und Quadrate erzeugen eine Illusion von Dreidimensionalität, als würden sich Teile des Kunstwerks von der Oberfläche nach außen falten. Dieses Zusammenspiel von Licht, Schatten und Form schafft einen skulpturalen Effekt, bei dem die Einfachheit durch subtile Kontraste in Farbe und Tiefe betont wird. Paternostos Werk lädt den Betrachter ein, die räumliche Beziehung zwischen den Formen und der flachen Ebene zu betrachten und die Schönheit in minimalistischen Formen zu erkennen.
César Paternosto (Argentinien, 1931) ist ein Maler und Bildhauer, bekannt für seine Beiträge zur geometrischen Abstraktion. Seine innovativen Werke zeichnen sich oft durch Farbaufträge an den Rändern der Leinwände aus, die traditionelle Perspektiven herausfordern. Paternostos Kunst ist von präkolumbianischer Ästhetik beeinflusst und erforscht die Schnittstelle zwischen Modernismus und alten Kulturen.
Lithographie Lithografie ist ein Druckverfahren, das auf dem Prinzip beruht, dass sich Wasser und Öl nicht mischen. Es kann verwendet werden, um Kunstwerke oder Texte auf Papier oder andere geeignete Materialien zu drucken. Ursprünglich wurde ein Bild mit Wachs, Fett oder Öl auf eine lithografische Kalksteinplatte gezeichnet. Heutzutage werden auch Metallplatten und andere Oberflächen in der Lithografie verwendet.
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// Untitled 1 von César Paternosto (2019) ist eine Lithografie, die sein Engagement für minimalistische und geometrische Abstraktion zeigt. Die Komposition weist eine sorgfältig ausgewogene Anordnung von Formen in Weiß-, Beige-, Grau- und Schwarztönen auf. Die überlappenden Rechtecke und Quadrate erzeugen eine Illusion von Dreidimensionalität, als würden sich Teile des Kunstwerks von der Oberfläche nach außen falten. Dieses Zusammenspiel von Licht, Schatten und Form schafft einen skulpturalen Effekt, bei dem die Einfachheit durch subtile Kontraste in Farbe und Tiefe betont wird. Paternostos Werk lädt den Betrachter ein, die räumliche Beziehung zwischen den Formen und der flachen Ebene zu betrachten und die Schönheit in minimalistischen Formen zu erkennen.
César Paternosto (Argentinien, 1931) ist ein Maler und Bildhauer, bekannt für seine Beiträge zur geometrischen Abstraktion. Seine innovativen Werke zeichnen sich oft durch Farbaufträge an den Rändern der Leinwände aus, die traditionelle Perspektiven herausfordern. Paternostos Kunst ist von präkolumbianischer Ästhetik beeinflusst und erforscht die Schnittstelle zwischen Modernismus und alten Kulturen.
Die 'Geometrische Abstraktion' ist eine Schule der abstrakten Kunst, die sich weigert, die Konventionen der optischen Effekte und der visuellen Distanz zu übernehmen. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Wassily Kandinsky und Piet Mondrian eingeführt und war die Vorlage, die Cesar Paternosto in den späten 1950er Jahren für seine früheren Werke übernahm. Seine anfängliche Herangehensweise war nicht-formal und entwickelte sich rasch zu einem eher gegenständlichen und expressiven Stil. Viele Jahre später erwähnte er, dass es eine Aufführung von Anton Weberns Musik war, die er um 1957 besucht hatte und die den Verlauf seiner nächsten künstlerischen Entwicklung prägte. Paternosto war fasziniert von der Verwendung der Stille in Weberns Musik. In seinem Versuch, der Verwendung der Stille des österreichischen Komponisten nachzueifern, entschied sich Paternosto, im Gegensatz zur Verwendung von Klang in seinen Kompositionen, das Zentrum seiner Malerei vom Gegenständlichen ins Periphere zu verlagern. Während das Zentrum der Leinwand oft schmucklos und karg blieb, betonte er stattdessen die Bedeutung der Peripherie des Bildrahmens. Indem er den Umfang des figuralen Bereichs in seinen Werken vergrößerte, definierte er das gewohnte Verständnis des Gemäldes als ausschließlich frontales Objekt geschickt neu und machte es dadurch mehrdimensional. Paternosto fasste die Entwicklung seiner theoretischen Untersuchungen in seinem 2012 erschienenen Essay "Malerei als Objekt" sorgfältig zusammen: Geometrische Formen und seitliche Ausdehnungen". Er wurde 1931 in Argentinien geboren und begann Ende der 1970er Jahre mit ausgedehnten Reisen durch Südamerika, um zu untersuchen, wie einheimische Kulturen Form und Farbe in traditionelles Kunsthandwerk und Skulpturen integriert hatten. Seit 2005 lebt er in Spanien und steht nach wie vor im Zentrum der Welt der geometrischen Abstraktion, sowohl als Kurator als auch als Künstler.
Die lateinamerikanische Kunst ist ein Stil, der stark von der Kultur, Gesellschaft, Politik, den einheimischen Traditionen, Religionen und der Landschaft der Region beeinflusst wird. Op-Art und Kinetische Kunst sind in lateinamerikanischen Kunstwerken prominent vertreten, wobei die Kompositionen oft kräftige, lebendige Farben aufweisen. Lateinamerikanische Künstler arbeiten in verschiedenen Medien und Bewegungen und integrieren dabei eine reiche Vielfalt an Themen und Techniken.