Radierung auf Arches-Papier, mit geprägten weißen Linien auf blauem Hintergrund.
Handsigniert und Joan Barbarà gewidmet.
Herausgegeben von Gustavo Gili, Barcelona.
Bibliografie: Rainer Michael Mason, Hans Hartung. Les Estampes – Catalogue raisonné.
Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergman, Antibes, 2010. Kat. Nr. RMM 303.
Leuchtende weiße Linien ziehen tiefe Furchen über ein weites Feld gesättigten Blaus, ihre geprägten Grate fangen das Licht ein und werfen subtile Schatten, die sich mit der Position des Betrachters verschieben. Hartungs G 1970-21 veranschaulicht den pionierhaften Ansatz des Künstlers gegenüber der Radierung als Medium physischer Präsenz, bei dem die Platte zu einem Feld skulpturaler Energie wird statt bloßes Bild zu sein. Das kühne Zusammenspiel von eingeritzter Geste und chromatischer Tiefe erinnert an die kosmische Weite von Hartungs großen Leinwänden, hier verdichtet in das intime Format der Druckgrafik. Herausgegeben von Gustavo Gili und mit einer persönlichen Widmung an den Meisterdrucker Joan Barbarà, handelt es sich um einen seltenen und kunsthistorisch bedeutsamen Abzug.
Hans Hartung (Deutschland/Frankreich, 1904–1989) war ein deutsch-französischer Maler, bekannt für seinen gestischen abstrakten Stil. Als führende Figur des Art Informel und der Lyrischen Abstraktion nutzte er dynamische Pinselstriche und innovative Techniken, um Emotion und Spontaneität auszudrücken. Hartungs Werk beeinflusste die europäische Nachkriegsabstraktion maßgeblich.
Radierung Die Radierung ist eine Technik, bei der ein Design auf einer Metalloberfläche erstellt wird, indem ein starkes Säure- oder Ätzmittel verwendet wird, um die ungeschützten Teile des Metalls zu zersetzen, sodass das gewünschte Muster im Relief (Intaglio) übrig bleibt. In der modernen Kunst und Fertigung können je nach zu ätzendem Material verschiedene Chemikalien verwendet werden.
Radierung auf Arches-Papier, mit geprägten weißen Linien auf blauem Hintergrund.
Handsigniert und Joan Barbarà gewidmet.
Herausgegeben von Gustavo Gili, Barcelona.
Bibliografie: Rainer Michael Mason, Hans Hartung. Les Estampes – Catalogue raisonné.
Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergman, Antibes, 2010. Kat. Nr. RMM 303.
Leuchtende weiße Linien ziehen tiefe Furchen über ein weites Feld gesättigten Blaus, ihre geprägten Grate fangen das Licht ein und werfen subtile Schatten, die sich mit der Position des Betrachters verschieben. Hartungs G 1970-21 veranschaulicht den pionierhaften Ansatz des Künstlers gegenüber der Radierung als Medium physischer Präsenz, bei dem die Platte zu einem Feld skulpturaler Energie wird statt bloßes Bild zu sein. Das kühne Zusammenspiel von eingeritzter Geste und chromatischer Tiefe erinnert an die kosmische Weite von Hartungs großen Leinwänden, hier verdichtet in das intime Format der Druckgrafik. Herausgegeben von Gustavo Gili und mit einer persönlichen Widmung an den Meisterdrucker Joan Barbarà, handelt es sich um einen seltenen und kunsthistorisch bedeutsamen Abzug.
Hans Hartung (Deutschland/Frankreich, 1904–1989) war ein deutsch-französischer Maler, bekannt für seinen gestischen abstrakten Stil. Als führende Figur des Art Informel und der Lyrischen Abstraktion nutzte er dynamische Pinselstriche und innovative Techniken, um Emotion und Spontaneität auszudrücken. Hartungs Werk beeinflusste die europäische Nachkriegsabstraktion maßgeblich.
Everything we feel deeply must be expressed.
- Hans Hartung
Hans Hartung war ein deutsch-französischer Maler, der für die gestischeabstrakte Kunst am bekanntesten ist. Schon früh in seinem Leben entwickelte er seine Wertschätzung für die deutschen Maler und schrieb sich in die Akademie der bildenden Künste in Dresden ein, wo er Gemälde der Meister replizierte. Hans Hartung verließ seine Heimat und zog nach Paris, wo er wenig Kontakt zu anderen Künstlern hatte und die Werke alter und moderner Meister nachahmte. Nach vielen Erprobungen durch sein Privatleben hatte Hans Hartung 1947 seine erste Einzelausstellung und bis in die späten 1950er Jahre waren seine Gestengemälde nahezu monochromatisch. Seine Verwendung von langen rhythmischen Pinselstrichen oder Kratzern waren Charakterisierungen von Hans 'Kunstwerken. Er erforschte und experimentierte mit verschiedenen Werkzeugen einschließlich; Pflanzenwedel, Lithographie, Gartengeräte und die Räder eines Rollstuhls. Er wurde auf der Biennale in Venedig mit dem Internationalen Grand Prix ausgezeichnet. Hans 'Technik des Freilaufens abstrakter Gemälde ist ein Präzedenzfall für zukünftige Maler. Junge amerikanische Maler in den 60er Jahren sahen ihn als wichtigen Vorläufer der American Lyrical Abstraction. Warren Forma stellte ihn 1963 in der Filmdokumentation "School of Paris" vor. In seinem letzten Jahr stand Hans im Vordergrund, ein Gefühl von Freiheit und Ehrgeiz zu zeigen, das mit seiner früheren Arbeit verbunden war. Die Stücke weisen auf eine natürliche Welt mit Eigenschaften von Schatten und Licht hin. Sie bleiben Zeuge seiner kontinuierlichen und furchtlosen Erforschung.
Art Informel ist ein französischer Begriff, der sich auf die gestischen und improvisatorischen Techniken bezieht, die in der abstrakten Malerei der 1940er und 50er Jahre üblich waren. Er umfasst verschiedene Stile, die in diesen Jahrzehnten vorherrschten und durch informelle, spontane Methoden gekennzeichnet sind. Künstler verwendeten diesen Begriff, um Ansätze zu beschreiben, die sich von traditionellen Strukturen entfernten und mehr expressive, unstrukturierte Techniken annahmen.