Diese monumentale Wolltapisserie von Rufino Tamayo aus den 1960er Jahren zeigt eine totemistische Figur, gekrönt von einem leuchtenden cremefarbenen Halbmond in einem schwarzen Kreis, deren Körper in tiefem Burgunderrot und Purpur vor dunkelbraunem Webgrund herabfällt. Mit Maßen von 178 mal 143 Zentimetern überträgt das Werk Tamayos malerische Synthese aus präkolumbischer Ikonografie und moderner Abstraktion in das Medium handgewebter Wolle. Die kühne Vereinfachung der anthropomorphen Form und die kosmische Symbolik des Mondmotivs verbinden das Werk mit altamerikanischer Kosmologie und geben ihm skulpturale Präsenz.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Tapisserie Wandteppich ist ein schweres, handgewebtes Textil, das komplizierte Designs oder Bilder enthält, die direkt in den Stoff eingewebt sind. Wandteppiche, die von geschickten Webern aus Materialien wie Wolle, Leinen, Baumwolle, Seide und manchmal Silber- und Goldfäden hergestellt werden, dienten historisch als Kunstwerke, Dekorationen, Isolierung und Symbole der Autorität.
Diese monumentale Wolltapisserie von Rufino Tamayo aus den 1960er Jahren zeigt eine totemistische Figur, gekrönt von einem leuchtenden cremefarbenen Halbmond in einem schwarzen Kreis, deren Körper in tiefem Burgunderrot und Purpur vor dunkelbraunem Webgrund herabfällt. Mit Maßen von 178 mal 143 Zentimetern überträgt das Werk Tamayos malerische Synthese aus präkolumbischer Ikonografie und moderner Abstraktion in das Medium handgewebter Wolle. Die kühne Vereinfachung der anthropomorphen Form und die kosmische Symbolik des Mondmotivs verbinden das Werk mit altamerikanischer Kosmologie und geben ihm skulpturale Präsenz.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Can you believe that, to say that ours is the only path when the fundamental thing in art is freedom! In art, there are millions of paths—as many paths as there are artists.
— Rufino Tamayo
Rufino Tamayo (b. 1899 Mexico, d. 1991 Mexico) war ein Maler und Grafiker, der innerhalb der Kunst des 20. Jahrhunderts eine eigenständige Position einnahm. Er verband mexikanische Volkskunst mit internationalen modernistischen Einflüssen und wandte sich von explizit politischen Inhalten ab, um universelle Themen wie Menschsein und Kosmos zu erkunden. Bekannt ist er für seine intensiven Farben, strukturierten Oberflächen und vereinfachten, monumentalen Formen. Tamayo arbeitete in Malerei, Wandkunst und Druckgrafik und entwickelte innovative Verfahren, insbesondere in der Mixografie. Inspiriert von präkolumbischer Kunst sowie europäischen Strömungen wie dem Kubismus, schuf er eine Bildsprache zwischen Tradition und Moderne. Damit trug er wesentlich dazu bei, die mexikanische Kunst über nationale Grenzen hinaus neu zu definieren.
Manchmal auch als Figurativismus bekannt, bezieht sich die figurative Kunst auf Skulpturen und Gemälde, die deutlich oder speziell von realen Objekten abgeleitet sind, wodurch sie repräsentativ sind. Der Begriff figurative Kunst wird oft im Gegensatz zur abstrakten Kunst verwendet. Seit dem Aufkommen der abstrakten Kunst wird figurative Kunst jedoch verwendet, um jede Form moderner Kunst zu beschreiben, die starke Bezüge zur realen Welt oder zu tatsächlichen Situationen hat.